Erfolgreiche Amateurfilmer bei 70. DAFF

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Offenbach-Post  02.06.2012
Offenbacher glänzen in allen Kategorien
Erfolgreiche Amateurfilmer bei 70. Deutschen Film-Festspielen
OFFENBACH. Schöne Erfolge feierte der Filmclub Offenbach bei den nationalen

Wettbewerben des nichtkommerziellen Films und den 70. Deutschen Film-Festspielen in Seligenstadt.

Fünf Autoren des Filmclubs Offenbach waren bei den Wettbewerben des nicht-kommerziellen Films auf Bundesebene erfolgreich, auf denen sie sich mit jeweils mindestens 50 weiteren Videoproduktionen zu messen hatten. Robert Becker wurde von der Jury des Dokumentarfilm-Wettbewerbs in Bad Liebenstein/Thüringen für seinen Film "Konzertwerkstatt" mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Auch Werner Eichhorn konnte in dieser Kategorie glänzen. Sein Film "Johannes Brahms in Thüringen" erhielt Silber, sein zweiter Beitrag ,Mein Freund Ali' eine Bronzemedaille.

Folker Preis zeigte seine Filme erfolgreich in Dortmund beim ,,Reisefilm": ,"Grelle Lichter zum Abgrund" und. "Von allen guten Geistern verlassen" gewannen beide Silber. Die Reportage von Thomas Kempf "Zug der Kaufleute", ein Film über den Geleitszug in Seligenstadt, fand großen Anklang bei der Kategorie "Lokalchronik" in Straubing und wurde mit Silber belohnt. "Silkes Weg", der Filmbeitrag von Horst Blissing – einem Portrait seiner Tochter – lief in der Kategorie "Familienfilm" in Oldenburg. Die Jury vergab Bronze.

Die beiden Medaillenfilme von Becker und Preis wurden außerdem zu den 70. Deutschen Filmfestspielen (DAFF) weitergemeldet, die vom 17.bis 20. Mai in Seligenstadt stattfanden. Der Filmclub Offenbach mit seinem Vorsitzenden Thomas Kempf hatte in Zusammenarbeit mit dem hessischen Landesverband des BDFA (Bund Deutscher Filmautoren) die Organisation dieser Spitzenveranstaltung des nicht-kommerziellen Films übernommen. Die insgesamt 1200 Besucher, die an den vierTagen aus dem gesamten Bundesgebiet gekommen sind, sahen im Seligenstädter Riesensaal 58 Filme mit Längen von einer bis 33 Minuten. Alle waren angetan vom Flair des Veranstaltungsortes, von der funktionierenden Organisation, von der Produktqualität auf der kinogroßen Leinwand und vom hohen Niveau der Filme.

Auch die beiden Offenbacher Filme bewegten sich auf diesem hohen Level. Der sechsminütige Film von Folker Preis "Grelle Lichter zum Abgrund" zeigt die Glitzerwelt "Las Vegas" in experimentell-bewegten Bildern und mit einer Textcollage, die die Versuchungen in dieser künstlichen Welt spürbar macht. Die dreiköpfige Jury – Filmwissenschaftler, Produzentin und Filmjournalist – diskutierten sehr positiv über diese Arbeit. Noch positiver bewertete sie den Film "Konzertwerkstatt" von Robert Becker. Ihm wurde einer der sieben vergebenen Filmpreise – die kleinen Oscars des Amateurfilms – zuerkannt. Der 33 Minuten lange Film beschäftigt sich mit einer privat initiierten Kammermusik-Konzertreihe auf der Veste Otzberg im Odenwald. Die Jury hob die professionelle Ton-Bild-Montage und Kameraarbeit hervor und formulierte in ihrer Begründung für die Preisvergabe: "Szenen des gemeinsamen Musizierens, des Zusammenlebens für kurze Zeit und Interviews mit den Musikern und der Hausherrin verbinden sich zu einer beeindruckenden Dokumentation über einen Ort der Kreativität." Die DAFF war ein großer Erfolg für den Filmemacher und den Filmclub Offenbach.

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