Filmclub Dreiech zu Gast

 

Filmclub Dreieich zu Besuch_1






Am Montag den 22. Juni 2015, waren die Filmfreunde vom Film- u. Videoclub Dreieichin unserem Studio zu Gast.
Die Gastautoren zeigten uns insgesamt 6 Filme mit unterschiedlichen Themen. 

Theodor Eichhorn zeigte uns "Seeadler und Co im Havelland"
Ein Naturfilm gut gemacht mit sehr schönen Aufnahmen der Seeadler und Co.
Gute Kameraführung und Einstellungen, immer nah an den Protakonisten drann.
Es ist, unschwer zu erkennen wieviel Geduld und Ausdauer dem Autor abverlangt
wurde bis er die Aufnahmen im Kasten hatte.

Jürgen Mangels zeigte uns einen Film mit dem schlichten Titel "Brot backen"
Der Autor dokumentiert wie in einem Seniorenheim den Seniorinnen und Senioren
unter Anleitung das "Brot backen" beigebracht wird.
Ein gut und sauber gemachter Film mit ständig wechselnden Einstellungen  und Perspektiven.

Peter Oelke zeigte uns "Im Schatten der Skyline - Möwen in Frankfurt am Main"
Ein Titel der neugierig machte auf das was kommt. Wir wurden überrascht,
war es doch für die meißten von uns neu zu erfahren, dass mitten in Frankfurt, auf den
Dächern der Wolkenkratzer, Möwen Brutstätten haben.
Der Autor stellte uns eine Gruppe junger Leute vor die sich um das Wohl der Vögel und deren  Brut  fürsorglich kümmern.

Von Werner Orth bekamen wir den Film "Hundertwasser - einige Architekturprojekte" zu sehen.
Eine Dokumentation über das Schaffen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser.
Für die Recherche zu diesen Film waren viele Reisen erforderlich. 
Wer es bis dahin nicht wusste wurde umfassend informiert welche Gebäude Hundertwasser, nicht nur in Europa, entweder umgestaltet oder neu entworfen hat. Der Film zeigt uns in beeindruckender Weise und sehr detailliert diese Kunst.
Ein gut gesprochener und informativer Kommentar ergänzt das Bild.
Für mich, der interessanteste Film des Abends.
Filmclub Dreieich zu Besuch_2"4500 Jahre alte Weltwunder" ist der Titel des Reisefilms den uns der Autor Gerhard Petroll gezeigt hat.
Sehr ausführlich werden uns die Weltwunder des alten Ägypten gezeigt und erklärt.
Wer bisher noch nicht viel oder nichts über Ägypten wusste erfährt einiges über Geschichte und Kultur
dieses Landes.

Der 6. und letzte Beitrag des Abends war ein Film mit dem Titel. "Der Kulturabend"
Der Autor Milan Pravda zeigt uns in 4 Minuten die Kurzgeschichte eines Mannes der sich frisch rasiert, schick gekleidet und gut 
gelaunt auf den Besuch einer Opernaufführung freut.
Und dann der entscheidende Moment, er macht den Fernseher an und dort wird gerade ein Fußballspiel seines vermutlichen
Lieblingsvereins übertragen. Jacke aus, Krawatte auf und eine Flasche Bier muss her. Der Opernabend war gelaufen.
Das Unheil folgt auf dem Fuß, der gute Mann war aller voraussicht nach mit einer Dame verabredet.
Das Telefon klingelt und das Ende einer Beziehung ist besiegelt. Das alles wegen einem Fußballspiel.
Kurz u. knapp erzählt, bzw. ersungen. Gut gespielt, der heiterste Film des Abend.

Ein interessanter und abwechslungsreicher Filmabend den uns die Filmfreunde aus Dreieich beschert haben.
Die Filme hatten ein gutes Niveau, auch wenn es das eine oder andere mal etwas kritisches anzumerken gab.

Wir bedanken uns bei den Filmfreunden aus Dreieich für den interessanten Abend und freuen uns auf unseren  Gegenbesuch.

Horst Blissing

Abschied von Werner Eichhorn

Eichhorn, Werner_1
Der Filmclub Offenbach trauert um seinen Ehren-
vorsitzenden Werner Eichhorn, der am 22. Mai im
Alter von 86 Jahren verstorben ist.

In den Jahren 1980-1985 und 1993 - 1998 hat er den
Verein mit großem Engagement geführt.
1985 holte er den Bundeswettbewerb „Dokumentarfilm“ nach Offenbach, der in den folgenden 18 Jahren ein filmisches Ereignis in der Stadt war. Ebenfalls 1985 wurde Werner Eichhorn vom damaligen OB Walter Suermann mit der Bürgermedaille in Bronze ausgezeichnet. Trotz seines schon angegriffenen Gesundheitszustandes, arbeitete Werner Eichhorn noch vor wenigen Monaten an einem neuen Film. Die Leidenschaft, Themen in bewegte Bilder umzusetzen, bereicherte 46 Jahre seines Lebens. Nachdem er 1968 Mitglied im Filmclub Offenbach wurde, gewann er mit seinen Werken auf nationalen Wettbewerben so manche Goldmedaille. Ein Höhepunkt war die Weitermeldung für seinen Super-8-Film „Das Jubiläum“ von den Deutschen Filmfestspielen zur UNICA, dem Weltwettbewerb für den Amateurfilm. In Form einer Reportage beleuchtete er die Arbeitsbedingungen in der Gerberei Rügner in Offenbach, bei der er selbst arbeitete. In seiner Heimatstadt war Werner Eichhorn als filmischer Chronist ständig unterwegs. Die Dokumentationen über das „Streichholzkarlche“ und über „Joseph Offenbach“ sind unvergessen. Die Filmergemeinde in ganz Deutschland wird den humorvollen und lebenslustigen Menschen Werner Eichhorn sehr vermissen.

Robert Becker
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit
Filmclub Offenbach

40 Jahre Filmer im BDFA

HAFF2015 _2

Anlässlich seiner 40-jährigen Mitgliedschaft,
im Bund Deutscher Film Autoren (BDFA),wurde Rudolf Kneuer,
bei der HAFF in Offenbach am 21.März 2015 vom Landesverbands-
vorsitzenden Norbert Lippe (BDFA Hessen) für seine Verdienste geehrt.

Der Vorstand freut sich mit Rudi Kneuer für diese Anerkennung
und wird mit Rudi seine Verdienste um den Filmclub Offenbach,
zu gegebener Zeit, in einem würdigen Rahmen feiern.

Horst Blissing (1.Vorsitzender)

Öffentlicher Abend - ein voller Erfolg !

AM STERBEBETT DER ALTSTADT

Filme über Alt-Offenbach und seine Leute

Von Lothar R. Braun

Offenbach – Der Mühlheimer Rentner Rolf Vollmer warRolf Vollmer(li.) und Gerd Vollmer(re.)
noch ein zwölfjähriger Offenbacher Bub, als er eine Filmfigur wurde. 52 Jahre danach konnte er sich jetzt noch einmal als Knabe sehen. Im knallvoll besetzten Vorführraum des Filmclubs an der Bernardstraße war das, als Namensvetter Gerd Vollmer, einst im Dreieichpark Leiter des Stadtmuseums, noch einmal seine Altstadtfilme zeigte.

Der erste von zwei Filmen entstand 1963, als man noch erkennen konnte, wo die Stadt ihre Anfänge genommen hat: in einem engen Halbkreis um das Schloss. Noch bewegten sich Menschen und Katzen unter den Gaslaternen von Glockengasse und Sandgasse. Gerd Vollmer hielt die Bilder fest, und der Knabe Rolf verknüpfte sie zu einem Rundgang um das Sterbebett der Offenbacher Altstadt  Denn die Bagger bleckten bereits die Zähne.

Dem zwölfjährigen Rolf trug sein Filmauftritt als Honorar eine Tafel Schokolade ein. Dem Betrachter von heute beschert der Auftritt wehmütige 

Erinnerungen an eine verlorene Welt von schmuddeliger, aber auch herzwärmender Gemütlichkeit in verwinkelten Gassen ohne Beton. Den Jüngeren mag das vermitteln: Es gab schon etwas vor dir, und das hatte Reiz.


Vollmers Altstadtfilme fanden an diesem Abend Ergänzung in zweiÖffentlicher Abend _3
Filmen des Teams Hilde und Werner Eichhorn.Sie näherten sich auf sensible Weise zwei sehrunterschiedlichen Mitbürgern, die gleichwohl Gemeinsamkeiten aufweisen. Der Schauspieler Joseph Offenbach (1904-1971) ist der eine, der 1939 verstorbene „Holzhändler“ Karl Winterkorn der andere.

Ihn kannte man in Offenbach und Frankfurt als „das Streichholz-Karlche“, weil er vom Streichholz-Verkauf in Gaststätten lebte. Mit den Hölzern und seinem Mutterwitz erreichte er so viel Popularität, dass Frankfurt ihn schon mal auf die Theaterbühne bringen konnte.  In Offenbach war er eine Zentralfigur im Fastnachts-Umzug. Immerhin haben ihn die Offenbacher mit einem Denkmal auf dem Wilhelmsplatz unsterblich gemacht. Bei dessen Erschaffung in der Werkstatt der Steinmetzin Judith Quartier lässt der Film zugucken.

Öffentlicher Abend _2Ohne steinernes Denkmal blieb der Schauspieler Joseph Offenbach, der bei allem Ruhm nie versäumte, seine Vaterstadt liebevoll zu preisen. Doch ihn nennt jedes gute Lexikon, und der Eichhorn-Film ist ja auch ein Denkmal.


Mit den Filmen von Vollmer und Eichhorn hat der Filmklub Offenbach eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen eröffnet. Fortan soll jeden Montag im Hinterhaus Bernardstraße 17 für Filmfreunde die Tür aufgehen. Immer um 20 Uhr.

Öffentlicher Filmabend im Studio des Filmclubs Offenbach

Werner Eichhorn und Gerd Vollmer zeigen Offenbach-Filme

Am Montag, dem 27. April 2015, ab 20.00 Uhr, zeigen die genannten

 Autoren Filme zum Thema Offenbach im Filmstudio des Offenbacher Filmclubs, Bernardstr. 17 (2. Hof, Seitenbau). Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Clubs ist Gelegenheit für alle Interessierte, Filme aus Offenbachs Vergangenheit zu erleben.
Gerd Vollmer zeigt seine Filme „Ein Nachruf“ und „Erinnerungen“ an Alt-Offenbach.


Eine Gehminute vom zentralen Alten Markt in Offenbach war 1963 noch ein Wohnviertel erhalten mit Fußgängerzone, Gastronomie, Tante Emma Laden, Kopfsteinspflaster,
Gaslaternen und einer mehrere hundert Jahre alten Bausubstanz – eine fast dörfliche Idylle. Eingebettet in das Zentrum Offenbachs war die Offenbacher Altstadt wie eine „Kleinstadt“ inmitten der Großstadt. Vieles bedurfte dringender Renovierung, doch moderner Cityplanung war das Alte längst im Wege. Also hat niemand mehr investiert. Denkmalpflege war noch eher unbekannt.

Inzwischen sind in der City Hochhäuser gewachsen, viel Beton ist verbaut worden. 1977 entstanden vom Dach des ehemaligen Kreishauses Ecke Schloßstraße/Berliner Straße Aufnahmen in die Häuserschluchten, in denen vor nunmehr 52 Jahren noch Fachwerkhäuser standen. Die Berliner Straße durchschnitt damals noch 4spurig das Gebiet der ehemaligen Altstadt. Eine S-Bahn gab es noch nicht. Zwei Filme Gerd Vollmers dokumentieren Alt-Offenbach.In diesen Filmen lebt die Offenbacher Altstadt noch, bevor Bagger jahrhunderte alte Bausubstanz der beiden ältesten Gassen unserer Stadt, nämlich der Sandgasse und der Glockengasse, platt walzten.

Aus der Produktion von Werner Eichhorn werden folgende Filme gezeigt: „Der Holzhändler“
Viele laufen an der in Stein gemeißelten Figur vorbei. Die meisten Passanten kennen die dargestellte Person nicht, die auf einem Sockel an der Bieberer Straße, am Eingang zum Offenbacher Wochenmarkt steht. Alte Offenbacher nennen die Figur liebevoll „Streichholzkarlchen“. Es war Karl Winterkorn, 1880 geboren, der für sich und seine Familie Streichhölzer verkaufte. Man sah ihn oft in Offenbacher und Frankfurter Gasthäusern. Dort trat er als „kleinster Holzhändler der Welt“ auf – er war nur 1,30 m groß. Vielleicht war er das letzte Offenbacher Original. Die Offenbacher Künstlerin Judith Quartier schuf ihm ein Denkmal und erinnert so an ihn.

„Joseph Offenbach“. Der Schauspieler Joseph Ziegler spielte in Mannheim am Theater. Da dort zwei Schauspieler namens Ziegler spielen wollten, fragte man ihn nach seinem Geburtsort. Offenbach war die Antwort – und so kam er zu seinem Künstlernamen. Als Volksschauspieler und gefeierter Medienstar hat er u.a. den Datterich, den Geizigen, den Hauptmann von Köpenick auf der Theaterbühne und im Film und Fernsehen den Kommissar X im Orientexpress oder Vater Scholz in einer beliebten Fernsehserie gespielt.

Der Filmclub hofft, mit diesem Filmprogramm zum Thema Offenbach viele interessierte Bürger unserer Stadt anzusprechen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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