Öffentlicher Filmabend im Studio des Filmclubs Offenbach

Werner Eichhorn und Gerd Vollmer zeigen Offenbach-Filme

Am Montag, dem 27. April 2015, ab 20.00 Uhr, zeigen die genannten

 Autoren Filme zum Thema Offenbach im Filmstudio des Offenbacher Filmclubs, Bernardstr. 17 (2. Hof, Seitenbau). Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Clubs ist Gelegenheit für alle Interessierte, Filme aus Offenbachs Vergangenheit zu erleben.
Gerd Vollmer zeigt seine Filme „Ein Nachruf“ und „Erinnerungen“ an Alt-Offenbach.


Eine Gehminute vom zentralen Alten Markt in Offenbach war 1963 noch ein Wohnviertel erhalten mit Fußgängerzone, Gastronomie, Tante Emma Laden, Kopfsteinspflaster,
Gaslaternen und einer mehrere hundert Jahre alten Bausubstanz – eine fast dörfliche Idylle. Eingebettet in das Zentrum Offenbachs war die Offenbacher Altstadt wie eine „Kleinstadt“ inmitten der Großstadt. Vieles bedurfte dringender Renovierung, doch moderner Cityplanung war das Alte längst im Wege. Also hat niemand mehr investiert. Denkmalpflege war noch eher unbekannt.

Inzwischen sind in der City Hochhäuser gewachsen, viel Beton ist verbaut worden. 1977 entstanden vom Dach des ehemaligen Kreishauses Ecke Schloßstraße/Berliner Straße Aufnahmen in die Häuserschluchten, in denen vor nunmehr 52 Jahren noch Fachwerkhäuser standen. Die Berliner Straße durchschnitt damals noch 4spurig das Gebiet der ehemaligen Altstadt. Eine S-Bahn gab es noch nicht. Zwei Filme Gerd Vollmers dokumentieren Alt-Offenbach.In diesen Filmen lebt die Offenbacher Altstadt noch, bevor Bagger jahrhunderte alte Bausubstanz der beiden ältesten Gassen unserer Stadt, nämlich der Sandgasse und der Glockengasse, platt walzten.

Aus der Produktion von Werner Eichhorn werden folgende Filme gezeigt: „Der Holzhändler“
Viele laufen an der in Stein gemeißelten Figur vorbei. Die meisten Passanten kennen die dargestellte Person nicht, die auf einem Sockel an der Bieberer Straße, am Eingang zum Offenbacher Wochenmarkt steht. Alte Offenbacher nennen die Figur liebevoll „Streichholzkarlchen“. Es war Karl Winterkorn, 1880 geboren, der für sich und seine Familie Streichhölzer verkaufte. Man sah ihn oft in Offenbacher und Frankfurter Gasthäusern. Dort trat er als „kleinster Holzhändler der Welt“ auf – er war nur 1,30 m groß. Vielleicht war er das letzte Offenbacher Original. Die Offenbacher Künstlerin Judith Quartier schuf ihm ein Denkmal und erinnert so an ihn.

„Joseph Offenbach“. Der Schauspieler Joseph Ziegler spielte in Mannheim am Theater. Da dort zwei Schauspieler namens Ziegler spielen wollten, fragte man ihn nach seinem Geburtsort. Offenbach war die Antwort – und so kam er zu seinem Künstlernamen. Als Volksschauspieler und gefeierter Medienstar hat er u.a. den Datterich, den Geizigen, den Hauptmann von Köpenick auf der Theaterbühne und im Film und Fernsehen den Kommissar X im Orientexpress oder Vater Scholz in einer beliebten Fernsehserie gespielt.

Der Filmclub hofft, mit diesem Filmprogramm zum Thema Offenbach viele interessierte Bürger unserer Stadt anzusprechen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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