Bericht über einen großen Erfolg von Mitgliedern des Filmclubs Offenbach bei den Deutschen Autoren Filmfestspielen

Erfolge bei DAFF 2018

Immer wenn in Cannes die Filmstars über den roten Teppich gehen, treffen sich zur gleichen Zeit Filmamateure in einer deutschen Stadt zum größten Filmwettbewerb des Bundes Deutscher Filmautoren (BDFA). In diesem Jahr war Rain am Lech, nahe Augsburg, der „Schauplatz“ der 76. Deutschen Autorenfilm Festspiele. Vier Tage lang wurde den  Besuchern ein breites Spektrum an einfallsreichen fiktionalen Geschichten und dokumentarischen Szenerien mit hoher handwerklicher undkünstlerischer Qualität geboten. Die Jury, bestehend aus einem Filmregisseur, einem Drehbuchautor und einer Cutterin, hatte die schwere Aufgabe, 47 Filme, mit Laufzeiten zwischen einer und 30 Minuten, öffentlich zu besprechen und sieben Filmpreise in Form eines Obelisken zu vergeben. Eine dieser Auszeichnungen ging an das Autorenteam Gertrud Quartier und Robert Becker vom Filmclub Offenbach für ihren Film „Meine drei Brüder“. Die 17-minütige Dokumentation handelt vom tödlichen Absturz der drei Brüder von Gertrud Quartier beim Besteigen des Matterhorns im Jahr 1953. Die Jury und auch das Publikum waren sehr berührt von diesem Film, was auch die Begründung der Jury für den Preis ausdrückt: „Es wird eine dramatische Geschichte erzählt, die eine starke Wirkung entfaltet durch dokumentarisches Archivmaterial und eine persönliche Betroffenheit, wie sie im Dokumentarfilm nicht alltäglich ist. In der sehr persönlichen Erzählung, verstärkt durch Fotos, Briefe und Zeitungsartikel wird hautnah erfahrbar, wie der Verlust der drei Brüder auch nach 60 Jahren noch nachwirkt.“

 

 

Erfolg für Robert BeckerBeim zweiten diesjährigen Bundesfilmfestival für Dokumentarfilm des  Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren(BDFA) in Dortmund verzeichnete der Filmclub Offenbach wieder einen großen Erfolg. Die sechsköpfige Jury hatte 39  Filme zu bewerten und  vergab für Robert Beckers Film ,,Winnis Welt" eine Goldmedaille.
Diese Auszeichnung berechtigt auch zur Teilnahme an den Deutschen Autoren Filmfestspielen, die Mitte Mai  in Rain am Lech stattfinden.Robert Beckers Dokumentation porträtiert  Winfried Gärtner (links) aus Hainburg der dort das ,,Winnis Puppenhaus-Museum"  betreibt und selbst auch Puppenhäuser baut und restauriert. 
Die Jury hob die dichte Atmosphäre des 2O-minütigen Films und die Kamera hervor, die diese kleine Welt mit schönen Detailaufnahmen lebendig werden ließe. Der Film macht das große Engagement des Protagonisten deutlich, nicht nur für das  Museum, sondern auch sozial,  indem er seine Häuser an Kindergärteu, Kinderkrankenhäuser und andere Einrichtungen verschenkt. Das außergewöhnliche Museum in Hainburg-Hainstadt in der Eisenbahnstraße 14 beherbergt eine große Zahl an Puppenhäusern und Puppenstuben aus ganz Deutschland. Es  ist samstags und sonntags von  11 bis 17 Uhr geöffhet und im Internet zu flnden unter der Adresse: www.winnis-puppenhaeuser.de

 

 

Am 16. Dezember 2017 fand unsere jährliche Weihnachtsfeier statt. Wie in jedem Jahr hatte sich unser Studio in einen wunderbaren, festlichen Raum verwandelt. Ein schön geschmückter Weihnachtsbaum auf der Bühne, Lichterketten überall, Tische mit Kerzen und Schokolade dekoriert. All das haben fleißige Clubmitglieder zustande gebracht.

Gertrud Quartier, Peter Burkart, Günther Ebert, Gerold Schaffner, Klaus Schmerer und Horst Blissing haben keine Mühe gescheut, um solchen Glanz in unsere Hütte zu zaubern. Die Mühe hat sich gelohnt, es wurde ein wunderbares Fest.

Zunächst berichtete unser Clubleiter Horst Blissing über filmische Erfolge unserer Autoren Robert Becker und Thomas Kempf in diesem Jahr, auf regionalen und überregionalen Wettbewerben. Eine besondere Auszeichnung war die Verleihung der Hessischen Löwen für Amateurfilmer.

Der Löwe in Gold ging an Thomas Kempf für seinen Film „Irre Typen“.

Der Löwe in Silber an Robert Becker für seinen Film „Vollblutchoreograph und Halbweltdame“

Eine großzügige Spende von Helga Moser – Kleffmann hat dazu beigetragen, dass niemand Hunger leiden musste. Es gab Schweinekrustenbraten mit Kartoffelgratin und Burgunderschinken mit Spätzle und Krautsalat. Wie schon gewohnt, vorzüglich. Für Unterhaltung sorgte dann das Programm, von Gertrud Quartier zusammen gestellt. Es wurden Weihnachtsgeschichten gelesen, Gertrud Quartier sang weihnachtliche Lieder und begleitete sich mit der Gitarre.

Dann kam der Höhepunkt.

Günther Ebert wurde für 40 Jahre Clubmitgliedschaft geehrt und es folgten die Ehrungen für den Clubinternen Wettbewerb zum Film des Jahres 2017. Der Wettbewerb wurde in 2 Kategorien ausgetragen, folgende Autoren wurden ausgezeichnet:

Kategorie „Wettbewerbsfilme“, Filme die mindestens an einem regionalen Wettbewerb teilgenommen haben.

  1. Platz Thomas Kempf  mit „Irre Typen“
  2. Platz Gerd Vollmer     mit „Riverparty“
  3. Platz Horst Blissing    mit „Silkes Marathon“

Kategorie „Nicht Wettbewerbsfilme“, Filme die ausschl. im Club gezeigt wurden.

      1. Platz  Robert Becker   mit „Trailer Roncalli“

      2. Platz  Gerd Vollmer    mit “Abstieg in den Gran Canyon“

      3. Platz  Klaus Schmerer mit „Unterwegs im Westen der USA“

Ein weiterer Höhepunkt des Abends: jeder hatte eine verpackte Kleinigkeit mitgebracht und in einen Sack getan. Locker moderiert von Robert Becker wurden die Päckchen in einem Losverfahren verteilt und ausgepackt unter neidvollem oder auch humorvoll hämischem Gelächter der Festgäste.

Das war noch lange nicht das Ende der Veranstaltung. Bei einem Gläschen Bier oder Wein ging es zum gemütlichen Teil über, es wurde gebabbelt und geplaudert denn es gab ja noch so vieles zu erzählen.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, die der Club auf die Beine gestellt hat.

DANKE

Bericht: Ernst Kaben

Fotos: Michael Zier 

Weihnachtsfeier 2017 - 1.Vorsitzender Horst BlissingWeihnachtsfeier 2017 - Das WeihnachtsbuffetWeihnachtsfeier 2017 - Das Weihnachtsbuffet

Weihnachtsfeier 2017 - Spaß beim WichtelnWeihnachtsfeier 2017 - Spaß beim WichtelnWeihnachtsfeier 2017

Weihnachtsfeier 2017 - Günther Ebert erhält Ehrung für 40 Jahre MitgliedschaftWeihnachtsfeier 2017 - Die Preisträger des Wettbewerbes Weihnachtsfeier 2017 - Ein Dankeschön an Helga Moser-Kleffmann für ihre großzügige Spende

Hessischer Loewe_1Zum fünften Mal vergab der Bund Deutscher Filmautoren (BDFA) den Hessischen Löwen für den besten Amateurfilm aus Hessen der vergangenen 2 Jahre. Die Veranstaltung im Filmmuseum in Frankfurt stand unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten.
Ein Gremium hatte im Vorfeld zunächst 10 Filme ausgewählt, von denen fünf in die Endausscheidung und zur Vorführung gelangten. Fünf Juroren entschieden schließlich: Der Hessische Löwe 2017 geht an Thomas Kempf vom Filmclub Offenbach für seine 18-minütige Dokumentation „Irre Typen“, in der er die gleichnamige Band portraitiert, die sich aus Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten im Hainbachtal zusammensetzt. Der Laudator hob hervor, dass es dem Autor mit seinem Film gelänge, …den Enthusiasmus und die Freude der „Irren Typen“ am Machen von Musik dem Zuschauer zu vermitteln und er dazu angetan ist, Berührungs.ngste abzubauen.“ Eine Bestätigung für das hohe Niveau des Filmclubs Offenbach, ist auch der 2. Preis für Robert Becker mit seinem Film „Vollblutchoreograph und Halbweltdame“, der in 30 Minuten die Entstehung des Balletts „Professor Unrat“ des Choreografen Stephan Thoss dokumentiert. Die Laudatorin bemerkte in ihrer Begründung, dass der Film in ihr ein völlig neues Verständnis für die Kunst des Balletts ausgelöst hätte. Der 3. Preis ging ebenfalls an einen Autor aus der Offenbacher Region. Werner Groh von den Film- und Videofreunden Neu-Isenburg erhielt ihn für seine humorvolle Betrachtung über seine Erfahrungen bei der Restaurierung eines Oldtimers.

Auf dem Foto v. l. n. r. : Werner Groh, Thomas Kempf, Robert Becker

Gerd Vollmer zeigt am

Montag, dem 20. November 2017, um 20 Uhr,
im Filmclub Offenbach, Bernardstr. 17, Hinterhaus,

Filme, die die besondere Tierwelt Nordamerikas dokumentieren. Liebhaber von Tierfilmen kommen auf ihre Kosten.

Im Mittelpunkt der einzelnen Filmstreifen steht jeweils eine Tierart. So entstand ein Film über die größte Hirschart, den Elch. Ein anderer widmet sich der Brunftzeit von Wapitihirschen. Nach Recherchen über historische Hintergründe und mehreren Reisen durch die USA entstand ein Film über den Bison, auch Indianerbüffel genannt. Die Tierwelt der amerikanischen Prärien zeigt ein weiterer Film und im letzten Streifen des Abends sind hautnahe Begegnungen des Autors mit Grizzlybären in Alaska dokumentiert.

Um Tiere vor die Kamera zu bekommen, benötigt man Zeit und Geduld. Aber auch Glück gehört dazu. Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit muss man sein, um als Tierfilmer Erfolg zu haben. Zum Themenabend Tierbeobachtungen sind Gäste willkommen.

Der Eintritt ist frei.